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Nizza in 3 Tagen

Die Region der heutigen Côte d’Azur ist bereits in grauer Vorzeit von der Natur begünstigt gewesen. Mildes Klima, weite Strände, klares Meer und eine üppige Vegetation veranlassten die Menschen schon in der Steinzeit dazu, sich hier niederzulassen. Das hat sich bis heute nicht geändert, doch so manchem Liebhaber der südfranzösischen Küste ist es leider nicht vergönnt, für immer seine Zelte hier aufzuschlagen. Ein Besuch in Nizza vermittelt einen ersten Eindruck der französischen Lebensart am Mittelmeer.

Nizza ist nicht nur die Hauptstadt der Côte d’Azur , sondern vereint in konzentrierter Form alle Vorzüge dieser Mittelmeerregion in sich. Schon allein der Name Nizza, oder auch Nice, wie es in französisch heißt, weckt Assoziationen von Sonne, Strand, gutem französischen Essen und dem Flair von Sehen und Gesehen werden. Nizza ist ein Treffpunkt der Schönen und Reichen dieser Welt und trotzdem recht volkstümlich. Besucher jeglicher Couleur, seien sie mit dem Bus oder der eigenen Yacht angereist, sind hier herzlich willkommen. Doch was tun, wenn man für diese außergewöhnliche Stadt nur drei Tage Zeit zur Verfügung hat?

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Nizza auf keinen Fall verpassen?

Zuallererst empfiehlt sich natürlich ein Stadtbummel, um den Rhythmus dieses mediterranen Ortes in sich aufzunehmen. Dabei ist der „Cours Saleya“ vielleicht der erste Platz, der einen authentischen Eindruck des Lebens in Südfrankreich verschafft. Hier findet ein Markt statt, auf dem Spezialitäten der Region feilgeboten werden. Nicht nur sonnenverwöhntes Obst und Gemüse, frischer Fisch und farbenprächtige Blumen können hier bewundert und natürlich auch gekauft werden, auch einige Kostproben typischer Gerichte lassen sich Gäste und Einheimische auf dem „Cours Saleya“ schmecken. Ein dünner Kichererbsenfladen, genannt Socca, oder eine Pissaladière, ein französischer Zwiebelkuchen, finden immer wieder reißenden Absatz. Anschließend ist Zeit für einen Café au lait in einem der vielen Straßencafés oder für einen gemächlichen Spaziergang auf der berühmten „Promenade des Anglais“. Diese Strandpromenade könnte als das Wahrzeichen von Nizza gelten, denn wer dieses Stückchen der Côte d’Azur nicht gesehen hat, der hat auch den wichtigsten Teil von Nizza verpasst. Die Engländer haben der Promenade zu ihrem heutigen Namen verholfen, denn schon im 19. Jahrhundert reisten die Wohlhabenderen unter ihnen gerne hierher, um im Winter dem nasskalten und nebligen Wetter der Britischen Inseln zu entfliehen. Sie ist schön, die Promenade des Anglais, hier trifft sich die Welt unter Palmen, um das bezaubernde Panorama zu genießen und teilzuhaben am französischen Savoir vivre, der Kunst zu leben.

Nizza ©iStockphoto/gvictoria

Nizza

Kunst und Kultur unter azurblauem Himmel

Nizza ist auch eine Stadt der Kunst und der Künstler. Nicht nur Henri Matisse liebte Nizza leidenschaftlich, auch andere Künstler verweilten und verweilen hier gerne, wie an jedem Ort in der Welt, der durch seine außerordentliche Schönheit besticht. Das Museé Matisse erinnert an diesen Meister der Klassischen Moderne, der von 1916-1954 seinen Hauptwohnsitz in Nizza hatte. Er wohnte anfangs im Hotel Méditerranée und bezog später eine Wohnung am Place Charles-Félix. Neben dem Museé Matisse warten sage und schreibe 20 Museen in Nizza mit Werken bekannter Künstler, unter ihnen kein Geringerer als Marc Chagall, auf. Nizza ist ein wahres Eldorado für Künstler jeglichen Genres, an jeder Ecke kann man Malern, Saxophonisten oder gar Pianisten begegnen. Bei der Planung eines abendlichen Programms hat man die Wahl zwischen den verschiedensten Veranstaltungshallen, Jazz-Konzerten oder einem Opernbesuch.

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen

Doch nicht nur das, was wäre ein Besuch in Frankreich ohne das französische Essen? Auch Nizza macht hier keine Ausnahme. Frischer Fisch und Meeresfrüchte stehen in einer Stadt am Mittelmeer ganz oben auf der Speisekarte. Die Geschmäcker sind natürlich verschieden, doch ganz egal, ob es nun traditionelle Nizzaer Küche sein soll, ein französisches Feinschmeckerlokal oder ein Straßenstand mit frisch gegrillten Sardinen, hier kommt jeder Gaumen auf sein Kosten. Die Lokale am Hafen und an der Strandpromenade bieten noch dazu einen überwältigenden Blick auf das Mittelmeer. Auch am Abend muss sich in Nizza niemand langweilen, bzw. ist es nicht möglich, der Langeweile anheimzufallen, denn die Auswahl an Clubs, Bars und Nachtlokalen ist schier unerschöpflich, ganz so, wie es sich für einen mediterranen Urlaubsort gehört. Ein Besuch im King´s Pub oder im Le Maori lassen den Abend stimmungsvoll ausklingen.

Shoppen an sieben Tagen in der Woche

Im Urlaub sitzt das Geld locker, das ist in Nizza nicht anders als anderswo. Von der Edelboutique bis hin zur großen Shoppingmall wird man hier sein Geld spielend los, das einzige Problem ist die Qual der Wahl. In der Avenue Jean Médecin sind in der Sommersaison die Geschäfte auch am Sonntag geöffnet, so dass man wirklich an sieben Tagen in der Woche stöbern und kaufen kann, was das Herz begehrt. International bekannte Kaufhäuser wie die Galeries Lafayette und ausgefallene Boutiquen wie die afrikanische Boutique Akwaba machen es schwer, sich für das richtige Souvenir zu entscheiden. In Alt Nizza befindet sich die größte Freiluftverkaufsfläche an der Côte d’Azur. Ein Besuch lohnt sich garantiert, denn viele traditionelle Handwerksprodukte werden hier angeboten. Die Palette reicht von handgemachter Seifen über französische Parfums bis hin zu Olivenöl und Gemälden einheimischer Künstler. Wer hier immer noch nicht fündig wird, der sollte sich ein wenig außerhalb von Nizza in einer der umliegenden Städte umschauen. Ein kurzer Abstecher nach Antibes oder Cannes sind auch innerhalb eines Tages zu bewältigen und vermitteln noch mehr Eindrücke von der Leichtigkeit des Lebens am französischen Mittelmeer.

Entspannen und Erholen

Nach all dem geschäftigen Trubel tut ein wenig Erholung sicher gut. Nizza kann mit über 300 Hektar Grünflächen aufwarten. Viele Gärten und Parks laden zu einer kleinen Atempause ein. Der botanische Garten und der Parc Carol de Roumanie sind nur zwei Beispiele für die üppigen mediterranen Parks der Stadt. Am besten erholt es sich natürlich immer noch am Strand. Gleich 7 Kilometer davon gibt es in Nizza. Alle sind mit Umkleidekabinen und allem anderen notwendigen Komfort ausgestattet. An den zwei Stränden Centenaire und Carras gibt es besondere Einrichtungen und Hilfestellungen für körperlich eingeschränkte Menschen, um ihnen den Zugang zum Meer zu erleichtern. Nizza ist eine Stadt, die ihren Besuchern alles bietet, was man von einem gelungenen Urlaub erwartet. Wassersportler, Sonnenanbeter, Kulturinteressierte, Feinschmecker und Nachtschwärmer, jeder findet hier das richtige Plätzchen zum Wohlfühlen. Drei Tage in Nizza sind angefüllt mit unvergesslichen Eindrücken und am Ende steht sicher der Entschluss, dass diese drei Tage in Nizza nicht die letzten gewesen sind.

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